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Dreh des Crowdfunding-Videos

Nach unserem letzten Workshop-Wochenende in Berlin und unserem echten Besuch aus Chile, geht es in schnellen Schritten weiter. Der Videodreh stand an!

 

Da denkt man, so ein Video von drei Minuten ist schnell gemacht. Haha, weit gefehlt!!

 

Erstmal braucht es eine Idee und dann ein Skript. Eine grobe Skizze, von dem was gezeigt werden soll, was wir sagen möchten. Wer macht mit? Wann haben alle Beteiligten (Nina, Melina, Eugen als Kameramann und Alex als ‚Tonie‘) Zeit? Und vor allem wo?

 

Wir hatten das Glück in Galmsbüll auf dem schönen Ulrichshof drehen zu dürfen, dort wo Liselotte Zottelwind auch entstanden ist. Mit unseren „alten“ Hühnern und im Gewächshaus, dass mir damals mein Mann Alex gebaut hat. Das Wetter spielte mit, einfach traumhaft schön. Wir hatten richtig Glück und es sind ein paar wirklich schöne Aufnahmen entstanden.

 

Das Dreh-Wochenende begann für Nina schon am Freitag um 15:00 Uhr, denn sie hatte von Berlin aus die längste Anreise bis nach Nordfriesland. Sie sammelte uns netterweise in Hamburg ein und nach 2,5 Stunden Fahrt waren wir endlich da. Super, dann hatten wir noch von 23:00 bis 1:00 Uhr Zeit unsere Texte zu finalisieren und zu üben, um dann am nächsten Tag es doch wieder ein bisschen anders zu machen! An dieser Stelle: Danke Eugen für deine Geduld.  

 

Samstag. Treff um 10:00 auf dem Ulrichshof.

 

Strahlender Sonnenschein und ein gut gelauntes Kind! Mit Begeisterung ging unser Kleiner auf Entdeckungsreise. Wir fütterten die Hühner mit Körnern und uns selbst mit reifen Tomaten aus dem Gewächshaus. Wir ernteten riesengroße Gurken und sammelten die Eier aus den Nestern. Locker flockig und mit viel Spaß hatten wir die ersten Szenen schnell im Kasten. Der Sohnemann wurde aus seinem Dienst entlassen und nun waren die Erwachsenen dran.

 

Doch dann wurde es kompliziert....

 

 

Die Interview-Szenen standen an. Da würde sich doch ganz wunderbar der Bauerngarten vor dem Haus machen. Nach einigem Herumprobiere stellten wir dann doch fest, dass die Mittagssonne uns direkt ins Gesicht strahlte und wir nicht nur die Augen extrem zukneifen mussten, sondern auch spätestens nach 5 Minuten uns die Schweißperlen übers Gesicht laufen würden. So wollten wir uns euch, und hoffentlich 1000 anderen Personen, doch nicht präsentieren.

 

Hinzu kam, dass das schöne Wetter natürlich auch so einige Motorradfahrer auf die Straße lockte, die auf der geraden Landstraße in Galmsbüll in Richtung Meer mal so richtig abgehen konnten. Das tat nicht nur dem ‚Tonie‘ mit seinem sensiblen Mikro ordentlich in den Ohren weh, sondern hätte auch so einige Interview-Aufnahmen zerhackt.

 

Also wieder alles abbauen, über den gigantischen Hof tingeln und ausprobieren. Letztendlich haben wir einen Platz in einem kleinen Wald gefunden. Auf dem Weg, auf dem die Kühe damals auf die Fenne getrieben wurden. Ein kleiner, kuscheliger Tunnel, links und rechts mit Zäunen aus alten Holzplanken. Schön schattig und nicht zu warm.

 

Nina war als erste dran, während ich unseren Sohn in den Mittagsschlaf fuhr. Kind schläft, Nina ist fertig und Melina darf vor die Kamera. Nach einigem Gehaspel, hatten wir dann auch die Szene im Kasten. Leider mussten wir nachher auf dem Bildschirm feststellen, dass meine Kleiderauswahl (T-Shirt mit Querstreifen) auch bei so Klappergestellen wie mir, immer noch ungünstig wirken kann. Also hatten wir schon eine Aufgabe für den nächsten Tag. Gleicher Ort, gleicher Text, aber anderes Oberteil!

 

Dann brach auch schon das Gewitter ein und wir bauten alles ab und belohnten uns noch mit einem kleinen Fischbrödel in Dagebüll.

 

Am Sonntag, bei ähnlich tropischen Temperaturen, drehten wir dann noch einmal meine Interview-Szene, diesmal mit gepunktetem Outfit. Was ihr zum Glück nicht sehen werdet, sind die Millionen kleinen Gewitterfliegen, die uns über die Beine, Arme, Kopf und Gesicht krabbelten. Lächeln, Stillhalten, Text nicht vergessen! Kameramann Eugen und ‚Tonie‘ Alex durften sich auch nicht aus dem Konzept bringen lassen. Kamera halten,
Tote Katze in die Höh‘ *, kratzen kommt später. Richtige Profis halt 😊.

 

*gemeint ist hier natürlich das haarige Mikrofon, das im Fachjargon auch als tote Katze bekannt ist.

 

Zum Schluss noch das Begrüßungs- und Abschlusswort. Das drehten wir vor dem Hühnerstall. Keine Gewitterfliegen mehr, dafür aber wieder kräftig Sonne. Dann endlich, alles geschafft.

Achso, nee. Dann kommen ja noch die Pressefotos im Gewitterfliegen-Tunnel. Ahh, wieder zurück ins Kribbel-Krabbel-Land. Halt eine richtige Landidylle, die wir hier in Nordfriesland haben, mit allem drum und dran. 

 

Es war mal wieder ein intensives Wochenende, die Strapazen hielten sich wirklich in Grenzen und das Schöne überwog. Tolle Menschen, einschließlich unserer Gastgeber auf dem Ulrichshof, super Wetter und Ruhe. Es fühlte sich tatsächlich ein bisschen nach Urlaub an und natürlich wie das Kinderbuch-Idyll der Liselotte Zottelwind.

 

In den nächsten Wochen wird Eugen dann noch viel Zeit in den Schnitt und „Finetunig“, wie er es nennt, investieren müssen.

 

Ende August wird das Video dann hoffentlich fertig sein, denn am 16. September, zum Weltkindertag, startet unsere Crowdfunding-Kampagne auf startnext.

 

 

Mehr dazu, wie die Idee zu Liselotte entstand, findest du
in dem Artikel Liselotte Zottelwind – mein Raum für Utopie.

 

 

Im Artikel Nicht verlernt, unterwegs zu sein nehme ich dich mit zu Nina nach Berlin.